Persönlich

Kindheit

Am 4. April 1979 wurde ich als erstes von drei Kindern in Thun geboren. Die ersten Lebensjahre verbrachte ich im Göttibach-Quartier, bevor wir anfangs der 1980er-Jahre in das Talackerschulhaus (heute Oberstufenschule Strättligen) zogen, wo mein Vater als Hauswart amtete. Für mich und meine Geschwister war das Leben im Schulhaus nahezu paradiesisch: Sowohl die Turnhalle mit sämtlichen Gerätschaften als auch – für mich persönlich noch viel wichtiger – die Bibliothek standen uns an den Wochenenden zur alleinigen Nutzung zur Verfügung. Der Schulweg liess sich stets trockenen Fusses und in weniger als drei Minuten bewältigen.

Mit der Übernahme des grossväterlichen Betriebs für Kunstschlosserei und Metallbau machte sich mein Vater Mitte der 1980er-Jahre selbständig und wir zügelten im Schönau-Quartier in ein Einfamilienhaus mit grossem Garten – der vorteilhafterweise nicht mehr gleichbedeutend mit dem Pausenplatz für alle anderen war. Die dritte und vierte Klasse vollendete ich in der Primarschule Schönau, bevor ich nach bestandener Prüfung in die Sekundarschule Progymatte wechseln durfte. Obwohl in einer Fussballerfamilie aufgewachsen, sagte mir das Rollhockey spielen beim SC Thunerstern mehr zu, wo ich mit fünf Schweizermeistertiteln in sechs Saisons erfolgreiche Juniorenzeiten erleben durfte. Bei den Kadetten gefiel mir das Kleinkaliberschiessen am besten, die hochgezogenen Kniesocken und kurzen Manchesterhosen behagten mir hingegen weniger.

Jugend & «der Ernst des Lebens»

Glücklich, die aus meiner damaligen Optik strenge Schulzeit endlich beendet zu haben, absolvierte ich ein Welschlandjahr in einer Bäckerei – und landete auf dem Boden der Realität: 6-Tage-Wochen mit 60 Arbeitsstunden und mehr waren keine Ausnahme. Eine prägende Zeit, die mich jedoch für meine Kochlehre wappnete, denn auch Hotelküchen können hartes Pflaster sein. Nach stürmischen, teilweise rebellischen Selve-Jahren und hüftlang getragener Haarpracht folgte mit der Rekrutenschule als Truppenkoch eine weitere Lebensschule. Bière lag zwar nicht gleich um die Ecke, aber mir gefiel es. Ich machte weiter zum Küchenchef, dann Fourier und wurde schliesslich Offizier. Dazwischen arbeitete ich anderthalb Jahre als Koch in einem Landgasthof im freiburgischen Alterswil, gefolgt von weiteren persönlichkeitsfestigenden Lern- und Wanderjahren als Zeitmilitär-Quartiermeister in Genf, als Leiter Verpflegungszentrum auf dem Waffenplatz Wangen an der Aare und als Revisor von Truppenbuchhaltungen bei der Logistikbasis der Armee. Berufsbegleitend erwarb ich das Wirtepatent und liess mich zum dipl. Betriebswirtschafter NDS HF ausbilden. Seit 2012 bin ich Leitungsmitglied des Amtes für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär des Kantons Bern und führe als Betriebsleiter des Waffenplatzes Bern die Abteilung Infrastruktur und Logistik mit knapp 30 Mitarbeitenden.

Freizeit & Familie

Meine Freizeit verbringe ich am liebsten im Kreise meiner Familie. Unsere drei Kinder mit den Jahrgängen 2012, 2014 und 2016 sowie unser 2021 geborener Hovawart halten meine Frau Tanja und mich auf Trab – manchmal mehr als uns lieb ist. Zum Ausgleich fahre ich gerne mit dem Motorboot auf dem Thunersee aus, verliere mich in historischen Romanen, experimentiere in der Küche und im Garten oder verbringe Zeit in unserem seit mehr als 425 Jahre bestehenden Haus im Gadmertal. Einer geselligen Jassrunde bin ich ebenso wenig abgeneigt wie einem kühlen Bier oder einem gut zubereiteten Mahl, sei es einfach und währschaft oder aber punkte- und sternegekrönt. Regelmässig besuche ich die Heimspiele des HC Fribourg-Gottéron, wo ich seit über 20 Jahren im Besitz einer Jahreskarte bin. Etwas weniger regelmässig zwar, aber deswegen nicht minder gerne wohne ich auch Spielen des FC Thun bei. Und manchmal – man tut es selten genug – mache ich einfach gar nichts, was ich dann als ungeheuren Luxus empfinde.